Geldentwertung

Für den Begriff Geldentwertung wird oft die Bezeichnung Inflation verwendet. Charakterisiert wird eine solche Erscheinung durch die Veränderung des Austauschverhältnisses von Geldmenge zu Gütermenge. Es besteht ein andauernder und deutlicher Anstieg des Preisniveaus, die Güter werden teurer. Die Beherrschung der Preisstabilität ist eine bedeutsame politische Aufgabe und gehört zum Bestandteil des magischen Vierecks (angemessenes , ständiges Wachstum der Wirtschaft, hohe Beschäftigungszahl, außenwirtschaftliches Gleichgewicht und Preisstabilität).

Eine wichtige Rolle bei der Geld- und Währungspolitik und damit auch der Preisniveaustabilität, kommt den Zentralbanken zu, Ein Faktor zur Messung der Inflation ist der so genannte Verbraucherpreisindex. Berechnet wird dieser mit Hilfe eines Warenkorbs Dabei wird von einem bestimmten Basisjahr und einem repräsentativen durchschnittlichen Haushalt als Basiswert ausgegangen.. Die gegenwärtig vom Statistischen Bundesamt angewandte Berechnungsmethode der „Hedonischen Preisberechnung“ ist durchaus umstritten. Mittels des besagten Warenkorbs werden jedes Jahr die Lebenshaltungskosten ermittelt, dem Vorjahr und dem Vergleichsjahr gegenübergestellt. Kritik geht dahin, dass der Warenkorb zu statisch ist, da sich das Einkaufsverhalten der Konsumenten verändert, insbesondere je größer der Abstand zum Basisjahr wird. Auch ist eine fehlende Aussage zur Betroffenheit einzelner Einkommensgruppen ein Mangel.

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