Absicherungen für Depoteinlagen – auch für Klein-und Privatanleger

Die Aktienkurse hängen von zu vielen Faktoren ab, als das man sie als sicher bezeichnen könnte. Und wer für ein paar Wochen im Jahr in den Urlaub fährt und das Depot aus den Augen lässt, könnte bei der Rückkehr sein blaues Wunder erleben. Doch der freie Fall des Vermögens kann verhindert werden, wenn man ein paar Regeln berücksichtigt:

Der DAX auf dem Weg nach unten

Die Aktionäre sind aus den letzten Monaten verwöhnt, in denen der DAX immer wieder nach der Marke von 10.000 griff. Jetzt macht sich bereits eine leichte Panik breit, wenn er bei 9000 liegt. Doch ein wirklicher Trend ist nicht auszumachen, die Kurse steigen und fallen. Von einem Tag zum Anderen können die Aktien im Wert sehr schwanken. Die Krisen im Nahen Osten und der Ukraine machen vielen Firmen stark zu schaffen; deshalb wird befürchtet, dass sich ein Gewinnwachstum stark verringert.

Veräußern oder Abwarten?

Das ist die alles entscheidende Frage. Der Anleger muss sich gut überlegen, was er tun möchte. Und gerade während des Urlaubs ist es schwierig, Entscheidungen zu treffen, wenn man dort nicht ständig mit dem Computer die Aktienkurse im Auge haben möchte.

Aktien sind nach wie vor zu empfehlen

Grundsätzlich können Aktien im Depot nicht entbehrt werden. Denn hier ist das Risiko im Allgemeinen vertretbar und die Renditen sind besser als bei Festgeld und Co. Doch wer lieber auf Nummer sicher geht, reduziert die Anlagemenge in Aktien und tauscht diese lieber gegen Gold.

Eine gute Möglichkeit…

… sind außerdem die sogenannten Stoppkurse. Hier kann man bei Unterschreiten eines gewissen Wertes den automatischen Verkauf erwirken. Doch Experten geben zu bedenken, dass Aktien, die vor 2009 gekauft wurden, lieber nicht ohne triftigen Grund verkauft werden sollten. Denn sie sind noch steuerfrei, während alle später Erworbenen die Abgeltungssteuer von 25 % begründen. Eine Kursabsicherung ist auch mit Derivaten möglich. Anleger, die davon ausgehen, dass die Aktienkurse und damit der DAX weiter fallen, können mit Short-ETFs auf den DAX gleich noch mit dem sinkenden Aktienkurs Gewinn einfahren. Außerdem sind diese Produkte vergleichsweise günstig. Allerdings sind sie auch nur für einen überschaubaren Zeitraum gedacht. Wer dies wirklich nur für kurze Zeit in Anspruch nehmen möchte: auch hier sind Stoppkurse möglich.

Welches dieser Produkte gekauft wird, ist Sache des Kunden – die Banken bieten verschiedene Varianten an: es kann sich auf verschiedene Indizes beziehen, wie beispielsweise den DAX, aber auch unterschiedliche Hebel nutzen. Nutzt man beispielsweise einen 5fach-Hebel, kann das eventuelle Kursstürze schon gut ausgleichen.
Allerdings: wegen der Transaktionskosten sind solche Arten der „Versicherung“ nur für Depots mit einem Mindestwert von 10.000 Euro zu empfehlen.

Bildquelle: S.Hofschläger/pixelio.de

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